“Kleine” Statutenrevision findet Zustimmung der SKG-Delegierten

Auf den 27. April hatte die Schweizerische Kynologische Gesellschaft zur ordentlichen Jahresversammlung geladen. Im Zentrum der Versammlung stand ohne Zweifel die Statutenrevision. Es handelte sich um die zweite von drei Tranchen, nachdem letztes Jahr die Einführung des Verbandsgerichtes beschlossen worden war. Die Bezeichnung “kleine” Revision drückt aus, dass es sich um Details handelt, nicht um entscheidende strukturelle Fragen. Die Statuten sind moderner und wirkungsvoller verfasst. Teilweise handelt es sich um eine Angleichung der Formulierungen an die gängige Praxis oder an heutige Fachausdrücke. Dr. Matthias Leuthold, Mitglied des Zentralvorstandes und Präsident des Arbeitsausschusses Rechtswesen behandelte die einzelnen Artikel in elf Blöcken. Jedes Paket fand weit mehr Zustimmung als die geforderten zwei Drittel der Anwesenden.

Dem vorgeschlagenen Verzicht auf die Publikation neuer Mitglieder in den SKG-Organen liegt eine Information des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten zugrunde. Der ursprüngliche Sinn der Ausschreibungen lag in der Einsprachemöglichkeit gegen die Aufnahme eines Neumitgliedes. Schon heute setzen sich aber viele Sektionen über die geltende Regelung hinweg, so dass eine Kontrolle auf diesem Weg nicht mehr möglich ist. Nach verschiedenen Wortmeldungen stimmten die Anwesenden der Neufassung zu, wonach die Publikationspflicht ersatzlos gestrichen wird. Weiterhin veröffentlicht wird die Aufnahme einer neuen Sektion, unter Angabe der Namen und Adressen der Vorstandsmitglieder. Der SKG werden zukünftig nicht mehr Mitgliederverzeichnisse eingereicht, sondern lediglich die Anzahl der Mitglieder gemeldet.

Da viele Sektionen ihre Versammlungen vor der SKG-Delegiertenversammlung durchführen, sollen an dieser jeweils die Beiträge für das übernächste Jahr festgelegt werden. Berechnungsgrundlage ist die Mitgliederzahl am 30. September jeden Jahres. Die Höchstzahl der Mitglieder im Zentralvorstand ZV soll auf zehn festgelegt werden. Dies entspricht dem Ist-Zustand. Bei Pattsituationen hat der Präsident Stichentscheid. Die Ehrenmitglieder werden in Zukunft nicht mehr grundsätzlich eingeladen zu den ZV-Sitzungen, sondern allenfalls gezielt zu einzelnen Problembereichen. Dies soll keineswegs als Geringschätzung ausgelegt werden, sondern effizientere Diskussionen ermöglichen. Weitere Änderungen betreffen organisatorische Belange des ZV.